Was will ProSpecieRara mit der Kampagne erreichen?


  • ProSpecieRara hat die Pflicht, als Erhalterin und Fürsprecherin der Sortenvielfalt in der Schweiz die aktuelle Gefahr abzuwenden, welche in einer restriktiven Auslegung der heutigen Saatgutverord­nung liegt.

  • ProSpecieRara will die Bevölkerung auf die Diskussion über Zulassungen von Erhaltungssorten hinweisen und sie in den konstruktiven Dialog mit Behörden und Interessenvertretern einbeziehen.

  • ProSpecieRara will erreichen, dass sich die Menschen, denen die Sortenvielfalt ein Anliegen ist, für alte Sorten einsetzen, indem sie ihren Willen kundtun, diese Sorten auch weiterhin erwerben zu dürfen.

  • ProSpecieRara will sich in die aktuelle Debatte um die Sortenzulassung von Erhaltungssorten einschalten, um den Behörden im aktuellen Diskussionsprozess Argumente zu liefern und sie bei der Suche nach konstruktiven Lösungen im EU-Raum zu unterstützen.

  • Die über 25-jährige erfolgreiche Arbeit von ProSpecieRara und ihren Partnern hat dazu geführt, dass neue Nischenmärkte für alte Sorten erschlossen werden konnten. Diese Aufbauarbeit ist durch eine restriktive Gesetzes-Interpretation akut in Gefahr. Daran geknüpfte neue Märkte, Arbeitsplätze und Einkommensquellen wären davon betroffen: Saatgutherstellung und Setzlingsanzucht sowie die Produktion von Spezialitäten für Detailhändler (Coop) und Restaurants.

  • Das Ziel der Aktion ist, dass alte traditionelle Sorten nach wie vor ohne Restriktionen angebaut, vermehrt und gehandelt werden dürfen. Ob und in welchen Mengen Sorten gehandelt werden dürfen, soll weiterhin das Resultat von Nachfrage und Angebot sein.

  • ProSpecieRara fordert deshalb grundsätzlich:


  • Freie Produktion und freier Handel von Saatgut alter und ungeschützter Kulturpflanzensorten.

  • Beibehaltung der bisherigen liberalen Umsetzungspraxis.

Auf die Saatgutverordnung bezogen fordert ProSpecieRara zudem:


  • Keine Ausdehnung der Saatgutverordnung auf weitere Kulturpflanzenbereiche (insbesondere Gemüsesorten).

  • Keine Beschränkung der Ausnahmeregelungen für Lokal- und Landsorten (keine geografische Beschränkung). Erweiterung dieser Ausnahmeregelung auf alte Handelssorten

  • Verzicht auf diskriminierende Anwendung der UHB-Kriterien (Unterscheidbarkeit, Homogenität, Beständigkeit) - insbesondere Verzicht auf das Kriterium der Homogenität.

  • Verzicht auf diskriminierende Anwendung der Kriterien zu Anbau und Verwendungseignung

  • Keine verordneten Mengenbeschränkungen

  • Keine neuen administrativen Hürden und Erhebung von unverhältnismässigen Gebühren. Mit den jetzigen Abläufen und Gebühren kann ProSpecieRara leben.

  • Keine weiteren offiziellen Sortenlisten, die mit Beschränkungen verbunden sind. Sortenlisten nur zur Einhaltung der Transparenz auf dem Saatgutmarkt.

Zusammenfassung

    Die Behörden sollen nur dort eingreifen, wo es um die Transparenz des Systems geht. ProSpecieRara und ihre Partner bieten hierfür ihre Kooperation an. Alten Sorten, die sich gegen alle Widrigkeiten auf dem heutigen Markt behaupten können, sollte nicht noch zusätzlich durch restriktive Verordnungen der Garaus gemacht werden. Der Markt braucht nicht weniger sondern mehr Sortenvielfalt. Die Bevölkerung soll entscheiden können, was sie auf Ihren Tellern haben will und soll deshalb wählen können. Nicht eine gesetzliche Bevormundung sondern Information und Transparenz sind gefragt!
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